21-02-2017

Die Maasvlakte bekommt einen 70 Meter hohen Radarturm

Am Prinses Maximaweg - auf den Hochwasserschutzanlagen der Maasvlakte 2 - lässt der Hafenbetrieb Rotterdam einen Radarturm erbauen.
 

Der Turm hat eine Höhe von 70 Metern und wird die Radardeckung des Radarposten 2 - wie der ehemalige Leuchtturm am Europaweg im Verkehrsleitsystem genannt wird - übernehmen. Dieser mit seinen 67 Metern ehemals höchste Leuchtturm der Niederlande wird abgerissen, da er das Ende seiner bautechnischen Lebensdauer erreicht hat. Darüber hinaus nimmt die Radardeckung immer weiter ab, weil auf der Maasvlakte immer mehr Hindernisse, zum Beispiel Kräne, gebaut werden. Deswegen hat man sich auch für die Hochwasserschutzanlagen als neuen Standort entschieden.

RadartorenFutureLand

Der Radarturm wird neben einem Radarsystem auch die Seefunkanlage (Marifoon) für die Kommunikation mit der Schifffahrt beherbergen. Darüber hinaus wird der Radarturm mittels einer Strahlverbindung die Datenkommunikation mit der Lichtinsel Goeree, ungefähr 30 Kilometer südlich von Hoek van Holland, sicherstellen. Auf der Insel befinden sich über einen Leuchtturm hinaus diverse Anlagen für die Schifffahrtbegleitung, zum Beispiel ein Radarsystem und Hydro-/Meteorologie-Geräte.

Das Äußere des Radarturms passt zu der Politik des Hafenbetriebs, das Hafen- und Gewerbegebiet weiterhin attraktiv zu gestalten, damit Menschen sich auch zu Freizeitzwecken im Hafengebiet aufhalten. Dem Design des Radarturms, der auch noch zu 100 % recyclingfähig ist, wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Nach einer europäischen Ausschreibung hat man sich für den nachhaltigen Entwurf des Hauptauftragnehmers Hollandia Infra und des Architekten Syb van Breda entschieden. Die Konstruktion des Turms aus vorgerostetem, wetterfestem Stahl wird schlank und leicht ausfallen. Im kommenden Jahr wird der Entwurf weiter ausgearbeitet und alle Teilstücke werden auf dem Gelände des Hauptauftragnehmers Hollandia Infra vorgefertigt. Damit wird eine sehr schnelle Bauzeit am Standort ermöglicht, wobei der Turm im Frühjahr 2018 fertig sein wird.